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Reisebericht – Unser Kurztrip nach Schweden

Heute gibt es mal wieder einen neuen Reisebericht. Unser Ziel für dieses Mal: Schweden. Ja, in Zeiten von Corona war das sehr gewagt, aber wir wollten definitiv noch mal weg und durch die ganzen Reisebeschränkungen war die Auswahl sowieso schon recht geschrumpft 🙂

Die Anreise
Geflogen sind wir dieses Mal mit SAS, Direktflug von Frankfurt nach Stockholm. Die Flüge haben wir recht spontan ca. 14 Tage im Voraus gebucht. Dieses Mal haben wir uns dazu entschieden mit der Bahn an den Flughafen zu fahren, was von Limburg aus eigentlich kein großer Aufwand ist.
Morgens um 9 Uhr sind wir dann in den ICE gestiegen und bis an den Frankfurter Flughafen gefahren. Im Zug und im Flughafengebäude herrschte die bekannte Maskenpflicht.
Bei SAS darf man zur Zeit 1 Gepäckstück zum Aufgeben und 1 Handgepäckstück mit in das Flugzeug nehmen, das „personal item“ ist so gesehen nicht erlaubt. Ich hatte trotzdem meinen kleinen Handgepäckstrolley und meine Packsafe Umhängetasche dabei, was problemlos geklappt hat.

In Stockholm angekommen, gelangt man am einfachsten mit dem Arlanda Express in die Innenstadt. Man kann direkt auf der Website ein One Way oder ein Return Ticket kaufen und bequem mit der Kreditkarte bezahlen. Man muss kein direktes Datum oder eine Uhrzeit auswählen, die Tickets sind 90 Tage gültig. Die Fahrt vom Flughafen in die Innenstadt (Stockholm Central) dauert ca. 20 Minuten und bei uns verlief sie ohne Zwischenfälle.

Das Hotel
Im Vorfeld haben wir uns einige Hotels in Stockholm angeschaut und unsere Wahl fiel dieses Mal auf das Downtown Camper Hotel direkt in der Innenstadt. Das Hotel gehört der Scandic Kette an, ist gut gelegen und vom Stil her genau unser Ding gewesen, da wir gerne in minimalistisch – modernen Hotels absteigen.
Wir haben zu dritt ein Grande Double Zimmer gebucht, welches völlig ausgereicht hat. Neben dem Doppelbett gab es noch 2 Klappbetten, die an der Wand befestigt waren.
Ein großes Plus im Zimmer war zum einen die Nook-Ecke (vor dem Fenster mit einem schönen Ausblick) und die Café und Tee Bar im Zimmer.

Um Stress zu sparen hatten wir uns für ein Zimmer inklusive Frühstück entschieden. Dieses fand trotz Corona in Buffetform im Frühstücksraum statt. Die Auswahl war sehr reichhaltig, es gab von Rührei über frisches Brot, Wurst, Käse, Marmelade, Obst, Café und Müsli genügend Auswahl. Eine Maske musste man zu diesem Zeitpunkt übrigens nicht tragen, was für uns schon echt ungewohnt war 🙂

Sightseeing
Da wir recht kurzfristig unterwegs waren und auch nur für 4 Tage gebucht hatten, waren wir ehrlicherweise nicht ganz optimal vorbereitet. Manchmal fahren wir aber auch ohne großen Zeit- und Sightseeing Plan in den Urlaub, laufen oder fahren morgens einfach los und gucken wo der Tag uns hintreibt. Manchmal gelangt man so auch in die schönsten und unbekanntesten Ecken des Landes.
Am ersten Tag haben wir uns zu Fuß auf den Weg zum Reichstag (Riksdagshuset), sowie dem Stockholmer Schloss und sind dann weiter Richtung Gamla Stan gelaufen. Diese kleine „Insel“ besticht durch kleine Gassen und Geschäfte. Von dort aus ging es weiter Richtung Södermalm. Von dort hat man eine wunderschöne Aussicht Richtung Östermalm.

Nachdem wir den ganzen Tag herumgebummelt sind und einen schönen Café getrunken haben, ging es kurz zum entspannen zurück ins Hotel. Am Abend machten wir uns erneut auf den Weg Richtung Södermalm um eines der angesagtesten Restaurants zu testen: Das „Meatballs for the people’s“, was auch noch mal 40 Minuten Fußweg bedeutete.
Das Meatballs ist ein eher kleines Restaurant mit ca. 10 Tischen, dafür aber ein echter Geheimtipp. Man kann dort verschiedene Varianten von Fleischbällchen, z.B. mit Pasta oder Kartoffelbrei und Preiselbeeren bestellen. Wir waren auf jeden Fall sehr zufrieden, das Essen hat lecker geschmeckt, die Bedienung war aufmerksam und freundlich und die Preise waren für schwedische Verhältnisse auch in Ordnung. Das einzige Manko…wir mussten die 40 Minuten dann voltgefressen wieder zurück zum Hotel laufen… und es war im Oktober abends schon richtig kalt.

Den zweiten (und leider auch schon letzten Tag) haben wir dann relativ ruhig angehen lassen, da wir einfach nicht in der Stimmung waren und in ein volles Museum zu quetschen.
Unser Ziel war der Humlegården, ein schöner Park im Stadtteil Östermalm. Anschließend sind wir die Straße „Birger Jalsgatan“ wieder in Richtung Hotel geschlendert und haben dort in verschiedenen Geschäften gestöbert und den Tag genossen.

Da sich die deutsche Bundesregierung leider am Tag unserer Ankunft dazu entschieden hatte, Schweden zum Risikogebiet zu erklären, war die Stimmung bei uns etwas betrübt. Wir wussten auch nicht so genau, was jetzt zu tun war und hatten mit dem Gedanken gespielt, den Rückflug vorzuziehen, da Samstags die Erklärung in Kraft treten sollte und wir sonntags erst zurückkommen würden.
Wir haben uns dann entschlossen, den Flug nicht zu verschieben, sondern mussten uns dann erst mal um einen Corona Test am Frankfurter Flughafen kümmern und ebenfalls nachlesen, wie das mit der Aussteigerkarte und Meldung an das Gesundheitsamt funktioniert. Leider ist das auch in jedem Bundesland und Landkreis unterschiedlich gewesen, so dass wir doch ordentlich recherchieren mussten.

Am letzten Abend haben wir dann aber noch mal ordentlich geschlemmt: Im Einkaufszentrum um die Ecke sind wir in den Burgerladen „Bastard Burgers“ eingefallen und haben dort super leckere Burger bestellt:

Und dann hieß es auch schon wieder zurück auf das Hotelzimmer zum Kofferpacken. Leider mussten wir am nächsten Tag schon um 5 Uhr aufstehen, damit wir mit dem Express Zug wieder pünktlich zum Flughafen kamen. Auch der Rückflug hat so weit super geklappt.
Am Flughafen sind wir dann sofort in das Testzentrum gegangen, mit vorheriger Anmeldung ging auch alles recht flott und wir mussten nicht länger als 15 Minuten anstehen.
Das einzig blöde war, da wir nicht wussten, wie lange das mit dem Test dauert, konnte ich auch keinen Zug reservieren. Als wir dann um 14 Uhr fertig waren, war der Zug leider abgefahren und der nächste kam erst in 3(!!!!) Stunden. Typisch Deutschland – typisch Deutsche Bahn.
Also mussten wir notgedrungen noch die Zeit am Flughafen totschlagen, zwischenzeitlich wurde noch das halbe Gebäude wegen einer Bombendrohung geräumt…. also wie immer war es bei uns nicht langweilig.
Als wir dann endlich um 18 Uhr mit dem Zug in Limburg ankamen, stellen wir leider fest, dass um diese Uhrzeit auch keine Busse mehr fuhren, also mussten wir noch mit Koffern und Co die 45 Minuten vom ICE Bahnhof nach Hause laufen…. also danach waren wir echt k.o. 🙂 Nichtsdestotrotz hat sich der Urlaub in Schweden gelohnt.

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar gute Tipps geben. Lasst es euch gut gehen und passt auf euch auf.

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